Schlagwort: Filmfestival

  • GOLDENE PALME FÜR SHOPLIFTERS

    GOLDENE PALME FÜR SHOPLIFTERS

    *** Die Goldene Palme 2018 geht an Kore-Eda Hirokazu für sein Familiendrama Shoplifters. Den Großen Preis der Jury unter dem Vorsitz von Cate Blanchett erhielt Spike Lee und BlacKkKLansman. Als beste Schauspielerin wurde Samal Yeslyamova (Ayla von Sergey Dvortsevoy) ausgezeichnet und als bester Schauspieler Marcello Fonte (Dogman von Matteo Garrone).***

    Der Preis für die Beste Regie ging an Pawel Pawlikowski (Zimna Wojna). In der Kategorie Bestes Drehbuch wurden Alice Rohrwacher (Lazaro Felice) und Radar Saeivar (3 Faces) ex aequo ausgezeichnet. Der Spezial Preis ging an Jean-Luc Godard für Le Live D’Image.

    LINK:

    Die Liste aller weiteren Preisträger: www.festival-cannes.com

  • LET‘S CEE Film Festival

    LET‘S CEE Film Festival

    Ab heute findet in Wien das sechste LET’S CEE Film Festival statt. In den nächsten zehn Tagen sind über 160 Filme zu sehen. Aus, der Titel des Festivals verrät es, Zentral- und Osteuropa. Was für so gut wie alle Festivals gilt, trifft hier ganz besonders zu. Viele Filme wird man nur in diesem Rahmen sehen können. Sie kommen nicht ins Kino, werden nicht im Fernsehen ausgestrahlt und auf DVD erscheinen sie wenn überhaupt vermutlich nur in der Originalsprache.

    Eröffnet wird heute mit „November“, Estlands Beitrag für den Auslands-Oscar. In Schwarzweißbildern wird eine Geschichte von bösen Geistern und einem Pakt mit dem Teufel vor einer dörflichen Kulisse des 19. Jahrhunderts erzählt. Klingt vielversprechend.

    Sonst ist das Programm mit einem Spielfilm-, Dokumentarfilm- und Kurzfilm-Wettbewerb und einem Wettbewerb für Promising Debuts derartig umfangreich, dass sich ein Blick in den kompakten Pocket Guide auf jeden Fall lohnt.

    Für alle, denen der Zugang zum europäischen Film nicht so leicht fällt, gibt es erstmals die Programmschiene „Hollywood Goes CEE“ mit Produktionen, die in Europa gedreht wurden: „Bullet Head“ mit Adrien Brody, Antonio Banderas und John Malkovich und „Chuck“ mit Liev Schreiber und Elisabeth Moss.

    Die „Austrian Days“ ermöglichen ein Wiedersehen mit den österreichischen Höhepunkten des letzten Jahres. Gezeigt wird zum Beispiel „Die Geträumten“ von Ruth Beckermann, überhaupt eine der wunderbarsten Produktionen des Kinojahres.

    Was bei der Viennale längst überfällig ist, ist beim LET’S CEE bereits Realität. In einer Kooperation mit Cineplexx International wird eine kleine Auswahl an Filmen auch in den Bundesländern zu sehen sein (Cineplexx Salzburg City, Gleisdorf Kunstkino und Stadtkino Villach).

    Link:

    Let’s CEE Film Festival Website

  • JÜDISCHES FILMFESTIVAL WIEN

    JÜDISCHES FILMFESTIVAL WIEN

    Das Jüdische Filmfestival Wien steht ab morgen im Zeichen des 70. Geburtstags des Staates Israel. Eine Woche lang kann man sich im Metro Kinokulturhaus und im Top Kino einen Überblick über historische und aktuelle Kinoproduktionen aus Israel verschaffen.

    Eröffnet wird mit einer Dokumentation, die auf einem Interview mit David Ben-Gurion basiert, der am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeitserklärung verlas („Ben-Gurion, Epilogue, 2016). Eine eigene Reihe ist dem Regisseur Amos Gitai gewidmet. Von einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen einem schwulen berliner Bäcker und der in Jerusalem lebenden Witwe des Mannes, den sie beide liebten, erzählt „The Cakemaker“ (2017).

    Das Dokudrama „The Illegals“ beschreibt die Flucht einer Gruppe jüdischer Holocaust-Überlebender nach Palästina. Kurz vor dem Ziel wurden sie von der britischen Armee aufgegriffen und in Zypern interniert. Der Film wird gemeinsam mit einem Vortrag von Dr. Hannes Leidinger gezeigt, der über die Zeit der Jahrhundertwende und das israelisch-österreichische Verhältnis referieren wird.

    Mit 100 Jahren jüdischer Geschichte in Österreich beschäftigt sich unter dem Motto „Shalom Austria!“ ein zweiter Teil des Festivals von 11. – 18. Oktober 2018.

    Link: www.jfw.at

    Foto: © Pandora Films, Juliette Binoche in „Disengagement“

  • 1. PORN FILM FESTIVAL VIENNA von 1. – 4. März

    1. PORN FILM FESTIVAL VIENNA von 1. – 4. März

    Ab heute bis inklusive Sonntag findet das 1. Porn Film Festival Vienna statt. Das umfangreiche Programm entstand in einer Kooperation mit dem Pornfilmfestival Berlin. Bespielt werden das Filmcasino, Top, Schikaneder und Fortuna Kino. Letzteres ist Cinephilen vielleicht weniger bekannt und wenn eher nur von Außen oder auch nicht nur von Außen. Das Fortuna befindet sich in der Favoritenstraße und begeht demnächst den 100. Geburtstag. Seit den 1970er Jahren ist es ein Sexkino.

    Neben nationalen und internationalen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, gibt es Vorträge, Workshops, eine Ausstellung und Diskussionsrunden. Unter dem Motto „What is Porn?“ bringt das Festival, ähnlich wie das „Porny Days“ in Zürich oder das „Hacker Pornfest“ in Rom, unter der Leitung von Festivaldirektor Yavuz Kurtulmus Pornofilme in den öffentlichen Raum.

    Die Filme werden als soziales Phänomen verstanden und sollen sich klar von Mainstreamproduktionen absetzen. Ein künstlerischer und feministischer Anspruch sind ebenso Ziel, wie eine kritische Auseinandersetzung. Porno als Ermächtigung und jenseits von Gewalt und Ausbeutung.

    Als junges Festival versucht man sich im Crowdfunding. Goodie Packages können auf der Seite Indiegogo erworben werden.

    Links:

    www.pornfilmfestivalvienna.at

    www.indiegogo.com

    www.fortunakino.at

    www.hackerpornfest.com

    www.pornydays.ch

     

  • BERLINALE: Goldener Bär an TOUCH ME NOT.

    BERLINALE: Goldener Bär an TOUCH ME NOT.

    „Touch Me Not„ von Adina Pintille erhält bei der Berlinale unter dem Jury-Vorsitz von Tom Tykwer überraschenderweise den Goldenen Bären für den Besten Film. Der experimentelle Film der rumänischen Regisseurin ist ein Forschungsprojekt zum Thema Intimität und hat bei der Premiere sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Ruth Beckermann wird für „Waldheims Walzer“ mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet (Österreichpremiere demnächst bei der Diagonale).
    Die weiteren Preisträger:
    Silberner Bär Großer Preis der Jury
    „Twarz“ von Malgorzata Szumowska
    Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis
    „Las herederas“ von Marcelo Martinessi
    Silberner Bär für die Beste Regie
    Wes Anderson für „Isle of Dogs“
    Silberner Bär für die Beste Darstellerin
    Ana Brun in „Las herederas“
    Silberner Bär für den Besten Darsteller
    Anthony Bajon in „La prière
    Silberner Bär für das Beste Drehbuch
    Manuel Alcalá und Alfonso Ruizpalacios für „Museo“
    Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung
    Elena Okopnaya für Kostüm und Produktion Design in „Dovlatov“
    Details zu den Filmen:
    (c) Foto: Manekin Film
  • Eva Sangiorgi – Neue Direktorin der Viennale

    Eva Sangiorgi – Neue Direktorin der Viennale

    Die Italienerin Eva Sangiorgi, Gründerin des International Film Festival of the National University of Mexico (FICUNAM) in Mexiko City, ist die neue Direktorin der Viennale.