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  • DIE TOP FILME 2016

    DIE TOP FILME 2016

    Es war ein schönes Kinojahr, darum ist die Liste lang. Hier sind die TOP 20 von 2016, in alphabetischer Reihenfolge.

    ARRIVAL
    Science Fiction intelligent, spannend und mit Amy Adams.

    L’AVENIR
    ELLE
    Isabelle Huppert prägt durch ihr kühles präzises Schauspiel in diesem Jahr gleich zwei Filme und wird entgültig zur Filmikone.

    EVERYBODY WANTS SOME!!!
    Die 80er sind zurück. Ein komisches Hit- und Ausstattungsfeuerwerk.

    FORUSHANDE (The Salesman)
    Unglaublich vielschichtiges Drama, bei dem die Systemkritik nicht zu kurz kommt und zwar so, dass es die Zensur nicht bemerkt.

    DIE GETRÄUMTEN
    Ein Raum. Zwei Schauspieler lesen Briefe. Kino auf ein Minimum reduziert, mit maximaler Wirkung.

    THE HAPPY FILM
    Sehr witziger Selbstversuch als Teil eines Gesamtkunstwerks.

    HELL OR HIGH WATER
    Der Western ist im 21. Jahrhundert angekommen, greift gesellschaftspolitische Themen auf und ist überraschend unterhaltsam. Jeff Bridges einfach brilliant.

    HIDDEN FIGURES
    Die Anfänge der US-Raumfahrt aus der Perspektive von afroamerikanischen Wissenschaftlerinnen. Erschütternd und gleichzeitig komisch.

    I, DANIEL BLAKE
    Ken Loach klagt das britische Sozialsystem an. Nichts hat im vergangenen Jahr mehr berührt, als das Schicksal des Daniel Blake.

    KUBO AND THE TWO STRINGS
    Ganz großes Abenteuer in beeindruckender Stop-Motion Technik.

    MANCHESTER BY THE SEA
    Genialer Hauptdarsteller, geniales Drehbuch.

    MIDNIGHT SPECIAL
    Der Science Fiction Blockbuster als Roadmovie getarnt. Das große Spektakel spielt sich abseits der Kamera ab.

    MISS PEREGRINES HOME FOR PECULIAR CHILDREN
    Tim Burton ist in alter Form zurück. Wer wünscht sich nicht Eva Green als Heimleiterin?

    MOANA
    Kleines Mädchen ganz groß. Definitiv einer der besseren Disney Filme.

    MOONLIGHT
    Kann man nicht beschreiben. Muss man gesehen haben. Dank Preisregen eine unglaubliche Erfolgsstory.

    NOCTURNAL ANIMALS
    Nochmals Amy Adams. Tom Ford der neue David Lynch?

    PATERSON
    Ein Film über die kleinen Dinge im Leben und die große Dichtkunst.

    TONI ERDMANN
    Peinlichkeit und große Komik. Ein Meisterwerk.

    UNDER THE SHADOW
    Kluger Grusel in Teheran während des Krieges.

     

  • VAIANA

    VAIANA

    Vaiana/Moana

    Das neue Südseeabenteuer von Disney ist ein Hit. Eine Geschichte über Mut und Mythen mit einer starken Hauptfigur. Und nein: Vaiana ist keine Prinzessin. Die Musik ist ganz gut, wenn auch diesmal wieder nicht an die ganz großen Ohrwürmer angeknüpft werden kann. Die Animation ist state of the art (Mauis Haare!) und die Länge, nicht die der Haare, mit knapp unter zwei Stunden schon recht ungewöhnlich. Das rasante Abenteuer wartet mit einigen Filmzitaten auf: so wird auf den SiFi Klassiker The Abyss ebenso Bezug genommen, wie auf, man höre und staune, Mad Max.
    Der geänderte Filmtitel im deutschsprachigen Raum beruht, wie in anderen Fällen auch, auf namensrechtlichen Problemen. Im deutschen Urheberrecht dürfen keine zwei Filme den selben Titel tragen. Moana heisst jedoch schon ein Film über eine italienische Pornodarstellerin. Aus diesem Grund heisst der Film in Italien auch Oceania.
    Also, verlasst das geschützte Riff und begebt euch hinaus aufs offene Meer oder erstmal ins Kino. Vaiana ist einer der besten Filme von 2016.

    Ron Clements, John Musker USA 2016 113 Min.

  • TONI ERDMANN

    TONI ERDMANN

    Die von der BBC eben veröffentlichte Liste, der 100 bedeutendsten Filme seit dem Jahr 2000, beinhaltet einen Film, der noch im Kino läuft. Das ist bemerkenswert und schon während dem Anschauen realisiert man, dass Toni Erdmann tatsächlich ganz großes Kino ist. Wie der Spaßvogel Papa seine Consulting Tochter aus der Reserve lockt, ist die hohe Kunst der Mischung aus Tragik und Komik. Zumindest eine Oscar Nominierung muss da drin sein.

    Nicht von der Spiellänge von knapp 160 Min. abschrecken lassen. Dort, wo die meisten Filme aufhören, kommt es bei T.E. erst zum fulminanten Höhepunkt.

    Das falsche Gebiß des Toni Erdmann kann man übrigens mitten in Wien bestaunen. Im Burgtheater nämlich, wenn dort Peter Simonischek in „Diener zweier Herren“ auf der Bühne steht. Kann man sich auch anschauen. Ist unterhaltsam und tut nicht weh. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich alle FB Freunde, die das Ein oder Andere gesehen haben, an einer Hand abzählen kann. Also.

    Maren Ade D 2016 160 Min.