Kategorie: Aktuell

  • OSCARS 2019 – Die Filme

    OSCARS 2019 – Die Filme

    Während die Oscar-Verleihung in den vergangenen Jahren im Vorfeld von Hashtags überschattet wurde, reichten in diesem Jahr Kürzel wie #OscarsSoWhite und #metoo nicht mehr aus, um sämtliche kleinen und großen Aufregungen auf einen Nenner zu bringen. Wenige Stunden vor der Gala lässt sich soviel sagen: Die Academy versucht sich neu zu positionieren. Sie gibt sich offener für internationale Produktionen. Ganz so weiß sind sie auch nicht mehr, wenn auch Schwarze immer noch unterrepräsentiert sind. Erfolg an der Kinokassa wird seit heuer zumindest mit Nominierungen belohnt. Die Arbeiten von Frauen, die in diesem Jahr besonders stark aufgefallen waren, wurden wiederum überwiegend ignoriert. Hier ist eine Auswahl an nominierten Filmen, über die im vergangenen Jahr bei THE REEL THERAPIST zu lesen war.

    Bereits vor über einem Jahr lief Black Panther bei uns in den Kinos an. Zur Erinnerung: in den USA hat der Blockbuster für großes Aufsehen gesorgt. Von vielen als Außenseiter gehandelt und belächelt, ist die Nominierung in der Kategorie Bester Film als erster Superheldenfilm absolut gerechtfertigt. Trotzdem könnte er leer ausgehen. Oder kommt es doch zu einer großen Überraschung?

    In BLACKkKLANSMAN rollt Spike Lee eine unglaubliche Geschichte auf und gibt wieder ein starkes politisches Statement ab. Zumindest für sein Drehbuch darf sich Lee Hoffnungen auf einen Preis machen.

    Vice – Der zweite Mann und Bohemian Rhapsody ringen um den besten Schnitt. Bei den Darstellerinnen sind Rami Malek und Amy Adams im Rennen vorne mit dabei. Mit einigen Preisen darf auch The Favourite – Intrigen und Irrsinn rechnen. Ein Film, der vor allem für sein starkes Ensemble aufgefallen ist, wird wohl eher in den Nebenkategorien punkten.

    Es war im vergangenen Herbst, als ein Film als erster großer Oscar Kandidat gehandelt wurde. Bradley Cooper hat alles richtig gemacht. A Star is Born wird aber aller Voraussicht nach der große Verlierer des Abends werden. Cooper ist erst gar nicht nominiert und Lady Gagas Sieg wackelt.

    Die Favoriten. Alfonso Cuarón ist mit Roma der große Wurf gelungen. Er könnte der große Gewinner werden und Geschichte schreiben. Cuarón könnte mehr Oscars mit nach Hause nehmen als er tragen kann. Ihm dicht auf den Fersen ist Green Book – Eine besondere Freundschaft. Trotz gleich mehrere Kontroversen darf man nicht vergessen, dass es sich um einen unterhaltsamen Feelgood-Film mit zwei großartigen Hauptdarstellern handelt.

    Wie immer stark ist die Kategorie Animationsfilm aufgestellt: Chaos im Netz , Die Unglaublichen 2 , Isle of Dogs und Spider-Man : A New Universe. Letzterer ist zumindest Sieger der Herzen.

    Roma übernimmt auch bei den fremdsprachigen Filmen die Favoritenrolle. Daneben ist Cold War – Breitengrad der Liebe ebenso großes Kino wie Shoplifters.

    Vielleicht wird die 91. Oscarverleihung etwas anders als die vorherigen. Moderator gibt es keinen. Oder doch? Auf Musiknummern möchte man trotz Zeitproblemen nicht verzichten. Sogar Queen und Adam Lambert werden einen Auftritt haben. Ein Einspielergebnis von über 800.000 USD für Bohemian Rhapsody macht dies möglich. Bis sich die Oscars an die sich verändernden Zeiten angepasst haben, wird es aber noch ein paar Jahre dauern.

    Weitere Kritiken:

    First Man – Aufbruch zum Mond

    The Ballad of Buster Scruggs


  • FILMMUSEUM und FILMARCHIV im April

    FILMMUSEUM und FILMARCHIV im April

    Der März im Österreichischen Filmmuseum und METRO Kinokulturhaus.

    „Das Leben ist hart, aber lustig.“ Im April widmet sich das Österreichische Filmmuseum einem der bedeutendesten Filmemachern unserer Zeit. Das Kino des Finnen Aki Kaurismäki erweckt in seinem unverkennbaren minimalistischen Stil zwar einen artifiziellen Eindruck, ist jedoch durch einen humanistischen Zugang geprägt, der gegenwärtige sozialpolitische Themen aufgreift. Seine Helden sind soziale Außenseiter, die sich gegen Bürokratie und unmenschliche Bedingungen behaupten müssen. Dass der Humor trotz der tristen Ausgangslage nicht zu kurz kommt, ist nur ein Merkmal der skurrilen Welt des Aki Kaurismäki. Das Programm wird von einer Carte blanche für Kaurismäki begleitet.

    Die zweite Programmreihe zeigt Werke der Amerikanerin Barbara Hammer, einer führenden Vertreterin des New American Cinema.

    Am 8. April hält der Regisseur Gustav Deutsch anlässlich seines neuen Filmes „So leben wir – Botschaft an die Familie“ eine Masterclass im Filmmuseum ab. Sie ergänzt die aktuelle Retrospektive im Metrokino Kulturhaus.

    Das Programm „>>Suche Arbeit, mache alles<<“ im Metro Kinokulturhaus befasst sich mit Armut, sozialem Abstieg und Arbeitslosigkeit im Film. Zu sehen sind unter anderem das großartige Lehrstück über Solidarität „Zwei Tage, eine Nacht“ der Brüder Dardenne mit Marion Cotillard in der Hauptrolle. Auf den Spuren der bahnbrechenden soziologischen Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (ein empfehlenswertes kleines Büchlein) von 1933 begibt sich die Dokumentation „Marienthal 1930-1980“. Marienthal ist heute der Name eines Ortsteils von Gramatneusiedl in Niederösterreich.

    Weiterhin zu sehen: „Die Stadt ohne Juden“ mit begleitender Austellung im Metrokino Kulturhaus.

    Links mit weiterführenden Informationen:

    www.filmmuseum.at

    www.filmarchiv.at

    Foto „Le Havre“ (2011) © Stadtkino Filmverleih

  • GRATIS INS KINO: Die Nacht der Programmkinos

    GRATIS INS KINO: Die Nacht der Programmkinos

    Diesen Freitag findet zum 8. Mal die Nacht der Programmkinos statt. Ein buntes Programm bei freiem Eintritt in ganz Österreich.

    Eine Auswahl der Filme:
    • „Die Sch‘tis in Paris“ 20:00 Votiv Kino, Wien
    • “Loving Vincent“ 20:30 DeFrance, Wien
    • „Only lovers left alive“ 22:45 Filmcasino, Wien
    • „Die Migrantigen“ 21:40 KIZ RoyalKino, Graz
    • „Night of the Living Dead“ – Live Konzert zum Film 21:30 Cinema Paradiso, Sankt Pölten
    • „The other Side of Hope“ 22:00 Movimento, Linz
    • Überraschungsfilm 00:00 Movimento, Linz

    Das komplette Programm findet sich auf den jeweiligen Websiten der Kinos.

    Teilnehmende Kinos:

    Wien

    De France
    Filmcasino
    Gartenbaukino
    Stadtkinoim Künstlerhaus
    Votivkino

    Niederösterreich

    Cinema Paradiso, St. Pölten
    Cinema Paradiso, Baden

    Oberösterreich

    City-Kino, Linz
    Moviemento, Linz
    Programmkino Wels

    Salzburg

    DAS KINO, Salzburg

    Tirol

    Cinematograph, IBK
    Leokino, IBK

    Steiermark

    KIZ RoyalKino, Graz

    Kärnten

    Volkskino, Klagenfurt

    Link:

    programmkino.at

  • OSCARS 2018: Die Nominierten in der Kategorie BESTER FILM.

    OSCARS 2018: Die Nominierten in der Kategorie BESTER FILM.

    Im Gegensatz zur Kategorie Beste Regie ist das Rennen um den Film des Jahres heute Nacht noch offen. Zumindest für all jene, die nicht in „The Shape of Water“ den klaren Favoriten sehen. „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ ist ein starker Konkurrent und dahinter lauert „Get Out“, eine der großen Überraschungen des letzten Filmjahres. Die beiden Herausforderer duellieren sich auch um die Auszeichnung für das Beste Drehbuch. Mehr als nur ein Indiz für eine Überraschung?

    Hier sind die Links zu den Filmkritiken:

    © Fotos: Sony Pictures Filmverleih, UPI, Foxfilm, Universal Pictures International Austria, Warner Bros.

     

  • Komponist Jóhann Jóhannsson tot aufgefunden.

    Komponist Jóhann Jóhannsson tot aufgefunden.

    Jóhann Jóhannsson, vielfach ausgezeichneter Filmkomponist, wurde gestern in seiner Berliner Wohnung tot aufgefunden. Die näheren Umstände sind bisher unbekannt.

    In den letzten Jahren war er unter anderem für seine Zusammenarbeit mit den Regisseur Denis Villeneuve bekannt. „Arrival“ hat einen der einprägendsten Soundtracks der jüngsten Vergangenheit.

    Link: ARRIVAL – First Encounter

    Einen ausführlichen Bericht gibt es hier nachzulesen:

    Link: VARIETY: Jóhann Jóhannsson, ‘Theory of Everything’ Composer, Dies at 48

  • Österreichischer Filmpreis 2018

    Österreichischer Filmpreis 2018

    Am Abend wurden in Grafenegg die Österreichischen Filmpreise vergeben. Adrian Goigingers „Die beste aller Welten“ wurde in den Kategorien Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin und bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

    Die Verleihung war geprägt durch die Metoo-Debatte und die politische Situation in Österreich. Lukas Miko verlas einen Appell der heimische Filmschaffenden, in dem sie die ÖVP dazu aufrufen, „die Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern deutschnationaler Burschenschaften und anderer rechtsextremer Organisationen sofort zu beenden“.

    PREISTRÄGER/INNEN ÖSTERREICHISCHER FILMPREIS 2018

    BESTER SPIELFILM

    Die beste aller Welten

    BESTER DOKUMENTARFILM

     

    Untitled

    BESTER KURZFILM

    Mathias

    BESTE REGIE

    Adrian Goiginger / Die beste aller Welten

    BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

    Verena Altenberger / Die beste aller Welten

    BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

    Lars Eidinger / Die Blumen von gestern

    BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

    Maresi Riegner / Licht

    BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

    Lukas Miko / Die beste aller Welten

    BESTES DREHBUCH

    Adrian Goiginger

    BESTE KAMERA

    Christine A. Maier / Licht

    BESTES KOSTÜMBILD

    Veronika Albert / Licht

    BESTE MASKE

    Helene Lang / Licht

    BESTE MUSIK

    Wolfgang Mitterer / Untitled

    BESTER SCHNITT

    Monika Willi / Untitled

    BESTES SZENENBILD

    Katharina Wöppermann / Licht

    BESTE TONGESTALTUNG

    OT: Manuel Siebert, SD: Matz Müller, Erik Mischijew, MI: Tobias Fleig / Untitled

    (OT – Originalton, SD – Sounddesign, MI – Mischung)

  • OSCARS 2018: Die Nominierungen

    OSCARS 2018: Die Nominierungen

    Heute wurden die OSCAR NOMINIERUNGEN in 24 Kategorien bekannt gegeben.

    In den letzten Wochen hatten sich bereits ein paar Favoriten herauskristallisiert. Da und dort wird um Publicity gerungen und der wahre Kampf findet wohl hinter den Kulissen statt, wenn es darum geht innerhalb der Academy Aufmerksamkeit und Sympathien zu gewinnen.

    Guillermo del Toros “The Shape of Water” führt die Liste mit 13 Nominierungen an. Gefolgt von Christopher Nolans „Dunkirk“ mit 8 Nominierungen und Martin McDonaghs “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” mit 7.

    Mit Greta Gerwig ist erst zum vierten Mal eine Frau in der Kategorie Beste Regie nominiert. Sie darf zudem auf einen Oscar für ihr Drehbuch zu „Lady Bird“ hoffen.

    Die Verleihung findet in der Nacht vom 4. auf den 5. März statt. Hier ist die komplette Übersicht: Oscar Nominierungen 2018

  • Eva Sangiorgi – Neue Direktorin der Viennale

    Eva Sangiorgi – Neue Direktorin der Viennale

    Die Italienerin Eva Sangiorgi, Gründerin des International Film Festival of the National University of Mexico (FICUNAM) in Mexiko City, ist die neue Direktorin der Viennale.